Samstag, 9. September 2017

#TaniasDaysofAuthors Interview mit Arwyn Yale

#TaniasDaysofAuthors Interview mit Arwyn Yale

Und wieder einmal darf ich eine Autorin bei „TaniasDaysofAuthors“ begrüßen. Zur Abwechslung geht’s einmal nicht in Richtung Fantasy sondern in Richtung Krimi! Auch für mich sehr spannend, da Krimi so gar nicht mein Genre ist, aber wer weiß was die liebe Arwyn Yale heute alles erzählt.

Hallo Arwyn! Danke nochmals, dass ich dich heute interviewen darf! Stell dich doch kurz vor und erzähl uns ein bisschen was über dich! 
Ich wohne in  nördlichen Niedersachsen und bin hauptberuflich Autorin. Davor habe ich mal studiert und davor im Einzelhandel gearbeitet, aber Bücher schreiben ist das, was ich schon immer tun wollte. Ich habe ein Faible fürs viktorianische Zeitalter und die Goldenen Zwanzigern, dennoch spielen meine Bücher (im Moment) in der heutigen Zeit. Ich liebe Serien, vor allem britische Krimi - und Dramaserien, wie z.B Inspector Barnaby, Downton Abbey, Grantchester, Ripper Street und viele mehr.

Wie hast du denn zum Schreiben begonnen bzw. wann hast du deine ersten Versuche als Autorin gemacht?
Ich schreibe Geschichten, seit ich schreiben kann.  Auslöser war eine Zeichentrickserie im Fernsehen, die ich gerne geguckt habe, an der mir so einige Dinge aber nicht gefallen haben. Da beschloss ich dann, eine eigene Geschichte zu schreiben. Anfangs hatten die noch sehr viel Ähnlichkeit mit der Serie aus dem Fernsehen. Später habe ich dann eigene Ideen entwickelt.

Gibt es etwas oder jemanden das/der dich beim Schreiben besonders inspiriert oder motiviert? Mag Abgedroschen klingen, aber die Glücksgefühle, die das Schreiben in mir auslösen, genügen mir als Motivation.

Hast du einen Ort an dem du besonders gerne schreibst?
In meinem Arbeitszimmer. Es ist voller Bücher und einer riesigen Pinnwand, an der ich Notizen und Kapitelabläufe etc. pinnen kann. Ich kann leider nicht im Café schreiben, obwohl die Vorstellung ja sehr schön ist. Leider lenkt mich zu viel ab, ich bin sehr lärmempfindlich und kann Reize, ob nun Stimmen, Licht, Geräusche, Farben etc. schlecht filtern.

Gab es ein einschneidendes Erlebnis das dich als Autorin geprägt hat?
Ich hatte viele einschneidende Erlebnisse und bin mir sicher, sie alle haben irgendwie dazu beitragen, dass ich heute so schreibe, wie ich schreibe. Allerdings ist mir neulich bewusst geworden, dass ich in meinen Krimis oft eine Nebenfigur beschreibe, die einem Menschen, mit dem ich ein sehr unschönes Erlebnis verbinde, nachempfunden ist.

Dein neuestes Buch ist Anfang des Jahres erschienen! Erzähl doch einfach mal kurz um was es geht und wie du auf die Idee zur Geschichte kamst.
Stumme Narben ist die Vorgeschichte zur Nathan O’Brian Reihe, ein Prequel. Nathan O’Brian nimmt eine Auszeit im Norden Englands, doch Zeit zum Erholen bleibt nicht, denn eines Nachts steht ein Mädchen vor seinem Cottage, das nicht spricht, ihm nur einen Zettel in die Hand drückt, auf dem der Name eines vor 30 Jahren gestorbenen Kindes steht.

Aber du hast auch eine Krimi-Reihe veröffentlicht. Und zwar die „Nathan O’Brian“ Reihe die bisher aus drei Teilen besteht. Sind noch weitere Romane mit Nathan O’Brian geplant oder war der dritte Teil („Tote töten ewig“) der vorerst letzte?
Ich habe noch nicht vor, Nathan in den Ruhestand zu schicken. Allerdings haben im Moment andere Projekte Vorrang, sodass es noch etwas dauern kann, bis ein neuer Fall erscheint.

Wie ist es denn, wenn das eigene Buchbaby, in dem bestimmt auch viel Arbeit steckt, in die große, weite Welt entlassen wird?
Eine Mischung aus Panik und Euphorie. Aber überwiegend ist es unglaublich spannend. Natürlich hofft man, dass die meisten das Buch mögen. Aber man weiß es vorher nicht, das macht es zu einer Achterbahnfahrt.

Du hast bis jetzt sowohl als Selfpublisherin, als auch als Verlagsautorin veröffentlicht. Ich finde diese Frage bei Autoren immer sehr spannend deswegen muss ich sie stellen: Was ist dir denn lieber bzw. welche Vor- & Nachteile haben beide Möglichkeiten aus deiner Sicht?
Mit einem Verlag zusammenzuarbeiten hat den Vorteil, dass du mit Leuten zusammenarbeitest, die einen tieferen Einblick in die Branche haben. Die kennen sich mit den Trends aus, welche Cover gerade gut ziehen, welche Themen laufen. Natürlich möchte man als Autorin ja von möglichst vielen Lesern gelesen werden. Man hat einen Ansprechpartner und brütet nicht völlig alleine vor sich hin, wie ein Eremit. Der Job ist ja eh schon einsam genug. Und man kann sich mehr auf das Schreiben konzentrieren. Am Selfpublishing mag ich, dass man alles selbst entscheiden kann, vom Cover über Titel über Themen. Man kann sich austoben. Themen, die nicht Mainstream sind, haben es in der Verlagswelt schwer, die kann man super im SP herausbringen. Auch Kurzromane sind ja für Verlage eher uninteressant. Es hat beides Vor-und Nachteile. Ich mag es, beides zu machen.

Gibt es aktuelle „Buchprojekte“ an denen du gerade arbeitest?  
Ja, einige. Ich berichte darüber auf meiner Autorenseite bei Facebook, dort poste ich auch Testausschnitte etc.

Wenn du die Idee zu einer neuen Geschichte hast, schreibst du dann einfach darauf los oder planst du die Charaktere und den Verlauf der Geschichte zuerst?
Bei einem Krimi plane ich vorher. Die Geschichte muss gut durchdacht sein, alles muss stimmig sein. Aber oft ändere ich beim Schreiben noch Dinge, weil mir bessere Ideen kommen. Ich plane auch nicht alles, viele Kapitel entwickeln sich durch das Schreiben. Bei Kurzgeschichten schreibe ich meistens drauf los. Manchmal auch bei Kurzromanen aus dem Unterhaltungsromanbereich.

Was ist für dich als Autorin das größte Kompliment von Lesern?
Wenn Leser mir sagen, dass ich Ihnen ein paar schöne Lesestunden beschert habe, meine Geschichten sie für eine gewisse Zeit von ihren Problemen abgelenkt haben.

Auch du hast eine tolle Autorenwebsite. Wie viel Zeit steckst du denn pro Tag/pro Woche in die Pflege ebendieser?
Nicht so viel, wie ich gerne möchte. Ich versuche das gerade zu ändern.

Gibt es ein lustiges Erlebnis, dass dir als Autorin besonders im Kopf geblieben ist?
Oh ja. Bei der Leipziger Buchmesse, als ich Todesschwestern vorgestellt und nach der Lesung Bücher signiert habe. Es war meine erste Buchmesse, meine erste Lesung und dann bekamen sich zwei Leserinnern beim Signieren fast in die Haare, wer denn zuerst drankäme. Ich war so aufgeregt und hatte furchtbare Angst, den Namen falsch zu schreiben, musste immer wieder nach dem Datum fragen und machte vermutlich einen völlig konfusen Eindruck.

Bist du auch auf anderen sozialen Netzwerken aktiv

Findest du, dass es als Autorin wichtig ist, in sozialen Medien vertreten und aktiv zu sein? Hat es deiner Meinung nach Einfluss auf den Erfolg eines Romans?
Ich finde es schon wichtig, es ist viel leichter Kontakt mit den Lesern aufzunehmen und macht unheimlich viel Spaß, weil man auch viel positives Feedback bekommt. Ich habe auch eine Gruppe auf FB mit Vorablesern, wir veranstalten Leserunden zu meinen Büchern oder sie lesen den neusten Roman vorab und teilen mir ihre Meinung mit. Es ist sehr spannend, wie unterschiedlich die Leser verschiedene Charaktere beurteilen.

So und zum Abschluss noch eine offene Frage: Gibt es irgendetwas was du mir und den Lesern noch erzählen oder mitteilen möchtest?
Ja, einiges, aber leider kann und darf ich darüber noch nicht reden.

Danke für das Interview liebe Arwyn!

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