Samstag, 5. August 2017

#TaniasDaysofAuthors Interview mit Rose Snow

#TaniasDaysofAutors Interview mit Rose Snow

Und auch heute darf ich wieder jemanden bei mir begrüßen! Heute ist es aber nicht eine Autorin, sondern gleich zwei! Sie schreiben gemeinsam unter den Pseudonymen „Rose Snow“ & „Anna Pfeffer“. Sie schreiben in verschiedenen Genres und stellen sich jetzt meinen Fragen.

Hallo Carmen und Ulli! Danke nochmals, dass ich euch heute interviewen darf! Stellt euch doch kurz vor und erzählt uns ein bisschen was über euch!  
Gerne! Wir heißen Ulli & Carmen, wurden beide in Wien geboren und sind schon seit unserer Schulzeit miteinander befreundet. Bei unserem Kennenlernen haben wir gleich gemerkt, dass wir nicht nur denselben schrägen Humor teilen, sondern auch unsere Liebe zu Büchern.
Nach dem Schulabschluss begann Ulli Marketing zu studieren und wanderte nach ein paar Jahren nach Hamburg aus, während Carmen in Wien als Bankberaterin tätig war. Doch trotz der räumlichen Distanz verbanden uns weiterhin unsere tiefe Freundschaft und der Wunsch, einmal zusammen ein Buch zu schreiben.
Als wir uns 2009 beide gleichzeitig in Elternzeit befanden, war es dann soweit. Wir erfanden zusammen eine magische Welt, die nur aus Gefühlen besteht, und schrieben so gemeinsam unseren ersten Fantasyroman, der später die Basis für unsere Acht Sinne-Saga wurde. Danach nahmen wir an vielen Schreibwettbewerben teil und legten uns auch den einen oder anderen Schreibratgeber zu, bis wir uns schließlich bereit fühlten, unsere Werke auf die Welt loszulassen J
Inzwischen sind wir beide hauptberuflich Autorinnen und schreiben hauptsächlich in den Bereichen Fantasy sowie Jugend. Damit haben wir unseren absoluten Traumjob gefunden und hoffen, dass wir bis an unser Lebensende Bücher schreiben können.
Da wir auch oft gefragt werden, was wir neben dem Schreiben (und natürlich dem Lesen!) gerne machen, hier unsere Top 3:
Ulli liebt Yoga, Kochen und Snapchat-Videos drehen
Carmen liebt Stricken, Waldspaziergänge und Serien gucken
Und wir beide lieben es zu schlafen – und Schokolade zu essen. 

Wie habt ihr beide denn zum Schreiben begonnen? Schon zu zweit oder alleine? Wie waren eure Anfänge? 
Wir haben unsere ersten gemeinsamen Geschichten im trockenen Chemieunterricht geschrieben. Damals haben wir natürlich noch nicht geahnt, dass das später mal unser Beruf werden würde, aber es hat uns damals schon unglaublich viel Spaß gemacht. Leider haben wir aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen mehr, was wir beide total schade finden.

Ist es so, dass ihr euch gegenseitig beim Schreiben motiviert? Und gibt’s vielleicht noch jemanden oder etwas das euch motiviert?  
Ja, natürlich motivieren wir uns gegenseitig. Das ist das Tolle am gemeinsamen Schreiben – dass es noch jemanden gibt, der für die Geschichte genauso brennt und man nicht „alleine“ ist, wenn es in einer Szene mal nicht so klappt und man ein wenig Zuspruch braucht. Wer uns allerdings beinahe noch mehr motiviert, sind unsere Leser. Ihre zauberhaften E-Mails und Nachrichten versorgen uns tagtäglich mit so viel positiver Energie, dass wir davon sogar durch nächtelange Schreibsessions getragen werden. 

Ihr schreibt ja viel über Skype, habe ich gelesen, aber habt ihr einen Lieblingsort zum Schreiben?
Skype nutzen wir eigentlich hauptsächlich zum Plotten und um uns auszutauschen bzw. einfach um miteinander zu quatschen. Die einzelnen Szenen schreiben wir jedoch ganz old school in unseren Word-Programmen. Ein Ort, den wir beide wahnsinnig gerne zum Schreiben nutzen, ist das Bett – obwohl wir beide deswegen oft Rückenschmerzen bekommen, weshalb wir inzwischen auch immer öfter unsere Schreibtische zum Schreiben benutzen. 

Gab es ein einschneidendes Erlebnis das euch als Autorinnen bzw. als Autorenduo geprägt hat?
Ja, als wir unseren ersten Autorenworkshop mit Claudia Winter hatten, die uns den Schreibratgeber von Sol Stein „Über das Schreiben“ empfohlen hat. Da haben wir zum ersten Mal so richtig begriffen, dass man das Schreiben lernen kann und uns sofort in die Lektüre gestürzt.

Ihr schreibt ja unter zwei Pseudonymen. Wieso habt ihr euch für zwei verschiedene entschieden?
Da wir in unterschiedlichen Genres schreiben und noch dazu sowohl Selfpublisher- als auch Verlagsautorinnen sind, war es naheliegend, zwei Pseudonyme zu wählen, um diese Bereiche ein wenig voneinander abzugrenzen. Unter Rose Snow veröffentlichen wir Fantasy- und Romantasy-Romane und unter Anna Pfeffer Kinder- und Jugendbücher.

Bevor ich euch zu den Büchern befrage, nochmal kurz zu euren Pseudonymen. Haben sie eine besondere Bedeutung oder wieso habt ihr ausgerechnet „Rose Snow“ und „Anna Pfeffer“ ausgewählt? 
Hinter Rose Snow steckt tatsächlich eine eigene Geschichte. Als wir unseren ersten Autorenworkshop besucht haben, wurden wir von zwei Teilnehmern unabhängig voneinander mit Schneeweißchen und Rosenrot verglichen (das lag vor allem an unseren weißen und roten Oberteilen, die wir an diesem Tag trugen.) Jedenfalls fanden wir das so nett, dass daraus Rose Snow wurde.
Und Anna Pfeffer war eine gemeinsame Entscheidung mit dem Verlag, da wir hier unbedingt einen deutschen Autorennamen haben wollten, der den rotzig frechen Ton unserer Jugendbücher widerspiegelt.

Ich selbst hab den ersten Band der „17“ Reihe noch ungelesen zu Hause stehen! Woher stammt die Idee für diese Reihe?
Ach, die haben wir genau genommen unseren Männern zu verdanken! Vor einigen Jahren haben wir uns nämlich gedacht, dass es sehr praktisch wäre, in die Erinnerung des Partners eintauchen zu können, wenn er beispielsweise nicht mehr weiß, wo er den Autoschlüssel hingelegt hat – oder um ein Streitgespräch besser rekonstruieren zu können. Dabei fanden wir auch den Gedanken sehr spannend, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat, die von seinen subjektiven Empfindungen geprägt wird.

Ihr schreibt in einigen verschiedenen Genres. Habt ihr eines das ihr bevorzugt oder ist es egal, solange die Idee stimmt?
Hier ist es tatsächlich so, dass wir das aktuelle Buchprojekt immer am meisten lieben. Sobald eine Geschichte abgeschlossen ist und wir uns einem neuen Projekt zuwenden, spüren wir jedes Mal, wie wir dafür Feuer fangen und uns wieder neu verlieben – bis eben das nächste Buch kommt. (Bei unseren Beziehungen sind wir zum Glück etwas beständiger.)

Gibt es aktuelle „Buchprojekte“ an denen ihr arbeitet? 
Ja, wir haben soeben unsere Sternen-Trilogie „Die 11 Gezeichneten“ abgeschlossen und arbeiten derzeit gleich an zwei Projekten gleichzeitig: eines ist noch geheim und das andere ist der Plot für den 10. Band unserer Acht Sinne Saga, der schon sehnsüchtig erwartet wird.

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so einfach ist eine Geschichte zu zweit zu schreiben. Plant ihr eure Story von Anfang an komplett durch oder schreibt ihr einfach drauf los?
Da wir zu zweit schreiben, müssen wir unsere Geschichten tatsächlich vom Anfang bis zum Ende durchplotten. Allerdings ist das gar nicht schlimm, sondern es macht uns im Gegenteil riesig viel Spaß, gemeinsam eine Story zu entwickeln. Sobald der grobe Plot mal steht, unterteilen wir die Geschichte in einzelne Kapitel und teilen die nach Lust und Laune untereinander auf. Und am Ende haben wir dann ein fertiges Buch 

Was ist für euch das größte Kompliment von Lesern?
Ganz entzückend finden wir, wenn unsere Leser uns danken und manchmal sogar dazuschreiben, dass wir die ersten Autoren sind, die sie je kontaktiert haben. Da hüpft unser Herz immer vor Freude. Oder wenn wir hören, dass unsere Bücher es schaffen, unsere Leser in eine völlig andere Welt zu entführen und ihren Alltag mit den kleinen und größeren Sorgen für eine Weile komplett vergessen zu lassen.

Ich habe auf eurer Website gestöbert und hab gesehen, dass eine von euch einen Hund hat. Seid ihr im Allgemeinen Tierfreunde?  

Ja, das sind wir definitiv. Generell sind auch unsere Familien sehr tierfreundlich und zusammengenommen haben wir achtzehn Katzen, drei Hunde – und zehn Kinder.  Der Hund, der auf unserem Instagram-Account am Öftesten auftaucht gehört Carmen, heißt Gingi und ist eine ganz liebe Mischlingshündin mit der Energie einer Schlaftablette.





Gibt es ein lustiges Erlebnis, dass euch als Autorenduo besonders im Kopf geblieben ist?
Ja, letztens auf einer Messe wurde Carmen gefragt, wie sie heißt und hat mit „Ulli“ geantwortet. Manchmal unterschreiben wir auch unabsichtlich mit dem Namen des anderen bei Widmungen. Das kann ganz schön verstörend sein – nicht nur für die Leser, sondern auch für uns.

Ihr habt ja auch eine Facebookseite, die immer sehr aktuell ist, seid ihr auch in anderen Sozialen Medien unterwegs?  
Ja, wir haben unsere Website, auf der wir zweimal wöchentlich einen kostenlosen Blogroman posten und besitzen außerdem einen Instagram- und Twitter-Account. Auf Facebook haben wir auch eine eigene Gruppe mit dem Namen „Eine magische Welt der Gefühle“ gegründet – und freuen uns immer, wenn wir da Leser willkommen heißen dürfen, die sich gerne mit uns und einander über Bücher oder Privates austauschen möchten J

Website: www.rosesnow.de

Ist es eurer Meinung nach wichtig als Autoren auf Sozialen Medien aktiv zu sein? Kann das auch Einfluss auf den Erfolg eines Buches haben?
Ja, absolut. Wir empfinden die sozialen Medien als extrem wichtig, um mit unseren Lesern und Bloggern im Kontakt zu bleiben und wissen auch, dass wir es ohne Facebook, Instagram & Co niemals geschafft hätten, so eine wunderbare Fangemeinde aufzubauen. 

So und zum Abschluss noch eine offene Frage: Gibt es irgendetwas was ihr mir und den Lesern noch erzählen oder mitteilen möchtet?
Ja – und zwar möchten wir uns für jede einzelne Rezension bedanken, die wir jemals erhalten haben. Es gibt den schönen Satz, dass eine Rezension für den Autor das ist, was der Applaus eines Publikums für einen Musiker ist. Und das stimmt absolut. Kritische Rezensionen helfen uns, an uns zu arbeiten und besser zu werden, während positive Rezensionen uns einfach nur glücklich machen. Außerdem beeinflussen die Leserrezensionen auch das Ranking und die Sichtbarkeit eines Buches, weshalb jeder Leser „seine Autoren“ so am besten unterstützen kann.

Danke für das Interview ihr Lieben!

 Die Bücher der beiden: 



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